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Wissenswertes über die normale Filtration:
- Die Filtration
allgemein
- Filterkuchen
- Filterhilfsmittel
- Maschenweiten
- Wann Vlies, wann Endlosband ?
- Filterfeinheit
- Welcher Filter ist der richtige ?
- Funktion der diversen Filter (Normale
Filtration)
- Bestimmung des Filtertyps und dessen Größe
1.
Die Filtration allgemein:
Grundsätzlich dient jede Filtration zur Trennung
einer Flüssigkeit von Ihren Begleitstoffen.
man unterscheidet zwischen:
- der Normal-Filtration,
bei der die gesamte Flüssigkeit einen aus porösem Stoff (Filtertuch,
Filterpapier, Porzellanplatte, Kunststoffendlosband, Metallsieb, Spaltsieb)
bestehenden Filter (Filterhilfsmittel) durchströmt und
- der sogenannten Cross-Flow-Filtration
(Tangentialflußfiltration),
bei der die zu filtrierende Flüssigkeit an einem Filter (Filterhilfsmittel) vorbeiströmt.
Bei der Normal-Filtration
entsteht auf dem Filterhilfsmittel ein sogenannter Filterkuchen, der mit
zunehmender Dicke respektive Dichte den Filtrationsvorgang behindert.
Der Filterkuchen muß daher von Zeit zu Zeit
entfernt werden, so daß je nach Filtertyp nicht immer ein kontinuierlicher
Betrieb sondern teilweise auch nur ein Chargenbetrieb gewährleistet ist.
Bei der Cross-Flow-Filtration
umgeht man diese Probleme, indem man die Flüssigkeit mit hoher
Strömungsgeschwindigkeit unter Druck an einem Filterhilfsmittel (z.B. Membrane)
vorbeiströmen läßt (cross-flow), so daß der Filterkuchen immer wieder
abgespült wird und mit einem kleinen Teil der Flüssigkeit am sogenannten
Retentat - Abfluß aus dem Filter ausgetragen wird
Die Cross-Flow-Filtration
findet immer dann Anwendung, wenn sehr feinteilige Stoffe aus der Flüssigkeit
abfiltriert werden müssen, die sehr schnell einen dichten,
flüssigkeitsundurchlässigen Filterkuchen aufbauen würden.
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2.
Filterkuchen:
Als Filterkuchen bezeichnet
man die Ansammlung von mechanischer Verunreinigung (Sedimente).
Die Höhe des Filterkuchens
ist primär entscheidend für die Filterfeinheit. Das Filterhilfsmittel
(Vlies oder Endlosband) dient nur als Trägerschicht, damit den Sedimenten
die Möglichkeit gegeben wird sich dort abzusetzen und sich aufzubauen.
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3. Filterhilfsmittel:
Als Filterhilfsmittel wird
die Schicht bezeichnet, auf der sich die mechanischen Verunreinigungen des
Mediums ansammeln können.
Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang
Vliese aus Viskose, Polypropylen
oder Polyester, in Stärken von 15 - >400 g/m2
.
Endlosbänder
aus Kunststoff oder Metall sind in definierten Maschenweiten wischen 30 und
> 300 µm zu bekommen.
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4.
Maschenweiten:
Bei Filtervliesen (Polyester,
Polypropylen oder Viskose) ist eine Angabe der definierten Maschenweite
nicht möglich. Bezogen auf die Dichte des Vlieses spricht man von Gewicht
/ m2. Zu erreichbare Filterfeinheiten lassen sich nur annähernd Definieren
Endlosbänder werden dagegen
mit definierten Maschen produziert (40 >1000 µm, gängige Feinheiten für
die Normale-Filtration).
Man unterscheidet zwischen zwei
Ausführungen (Monofil- und Tressengewebe).
Letzteres ist allerdings schlechter zu reinigen, daher finden Monofil Gewebe
in der Praxis vermehrt Anwendung.
Eine weitere Ausführung sind
zweilagige Endlosbänder. Sie bestehen aus einen feinen primär Gewebe und
einem groben Stützgewebe (Sekundärlage).
Bedingt durch die höhere
Eigenstabilität findet diese Ausführung besonders ihren Einsatz bei
größeren Filterflächen.
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5. Wann Vlies, wann Endlosband
?
Auch wenn heute, begründet
durch die immer problematisch werdende Entsorgung, jeder Bedarfsfall
vorzugsweise mit Endlosband gewünscht wird, so gibt es immer noch
Bearbeitungsarten (z.B. sehr feines Schleifen, Finishen, Hohnen, Läppen) wo
dieser Einsatz auf Grund der Spangröße nicht möglich ist.
Des weitern machen im Medium befindliche
Graphitanteile sowie schleimende Viskosepartikel respektive Bakterienstämme
den Einsatz eines Endlosbandes fast unmöglich.
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6.
Filterfeinheit:
Diese sollte den Gegebenheiten
angepasst sein, also den Produktions- bedingungen entsprechen (ggf.
mit den Maschinen-Herstellern abklären).
Nicht selten wird vorab die
gewünschte Filterfeinheit in Bereiche angesiedelt, wofür der entsprechende
Filter investitionsmäßig das Budget sprengt.
Daher
besser frei nach dem Motto:
„ Filtrieren so fein wie möglich,
jedoch nur so fein wie nötig“!
Bezogen auf das Filterhilfsmittel, so
spricht man hier von mittlerer Filterfeinheit. Die absolute
Filterfeinheit stellt sich erst unter Produktionsbedingungen heraus.
Diese kann je nach wechselnder
Bearbeitung, Materialwechsel (Werkstoff) und
Konzentrationsschwankungen unterschiedlich ausfallen
Zurück.
7. Welcher Filter ist der
richtige ?
So gesehen leisten sicherlich
die verschiedensten Arten von Filtersystemen, selbst bei unterschiedlicher
Funktion, zufriedenstellende Ergebnisse.
Daher kann ein
Bedarfsfall auch unter Umständen durch unterschiedlich arbeitender Filter
zufriedenstellend gelöst werden.
Trotzdem hat jeder Filter
eigene Parameter, die genauer betrachtet in der Summe nicht für jeden
Bedarfsfall als ideal erscheinen.
Wichtige Kriterien hierfür:
- Wie hoch sind die Anschaffungskosten ?
- Wie wartungsintensiv ist der Filter
und welche Kosten fallen an ?
- Ist die Bedienung und Wartung durch
ungelerntes Personal zu gewährleisten ?
- Wie hoch sind Produktionskosten wie z.B. Energie., Verbrauchsmaterial,
...etc.?
- Wie groß ist der Platzbedarf
(separate Halle) incl. notwendiger Peripherie
- Externe Kosten
(Umbau. Einplanung in den Produktionsablauf, ...etc.) ?
- Arbeitet der Filter im Haupt
respektive Nebenstrom oder nur in Chargen ?
- Welche Feuchtigkeit hat der
ausgetragene Abrieb (Entsorgungskosten) ?
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8. Funktion der diversen
Filter (Normale Filtration):
Magnet-Filter:
Durch eine dauermagnetische Walze werden magnetisierbare Partikel
festgehalten und durch die rotierende Bewegung (2-4 U/min) an einem
Kratzerblech ausgetragen:
Öl-Skimmer:
Die gängigsten Variationen sind der Band- und Scheibenskimmer. Zum Teil
werden auch vereinzelt Schlauchskimmer angeboten.
Das nicht emulgierte
Öl an der Oberfläche, haftet an dem eingetauchten Skimmer (Adhäsion)
und wird durch die rotierende Bewegung (3-5 U/min) aus dem Tank gezogen.
Bandskimmer:
Die Eintauchtiefe ist variabel (0 bis -700mm), somit notwendig bei
schwankendem Niveauspiegel.
Hinweis:
Je größer die Austrage-Strecke (Oberfläche Medium bis Abstreifblech)
ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Öl auf Grund des
Eigengewichtes zurückläuft.
Scheibenskimmer: Niveauschwankungen
bis max. 70 mm. Für höhere
Temperaturen 50-80°C kann eine Teflon-Scheibe eingesetzt werden.
Oberflächenabsauger:
Er saugt aufschwimmendes Öl sowie
Verunreinigungen mittels Pumpe (selbstsaugend) ab und fördert es zurück
auf das primäre Filtersystem.
Hinweis: Ohne
einen Bandfilter (Primäres Filtersystem) kann das
abgesaugte Medium auch in Beutelfilter oder Entsorgungscontainer
gefördert werden.
Schwerkraft-Filter:
Auch hydrostatischer Filter genannt. Die Höhe
der Flüssigkeitssäule begünstigt hierbei die Filtration.
Vakuum-Filter:
Hierbei unterstützt, ein durch den Exauster künstlich erzeugtes Vakuum
unter dem Filterhilfsmittel die Filtration.
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9. Bestimmung des Filtertyps
und dessen Größe:
Die Auslegung ist eine
diffizile Angelegenheit. Um Ihnen einen Einblick auf die im Fragebogen
(siehe Menü Fragebogen) aufgeführten Punkte zu geben, haben wir
nachfolgend diese erläutert.
Basierend auf Jahrzehnte lange Erfahrung
werden die Punkte jedes Bedarfsfalles ausgewertet und bilden die Grundlage
für einen beiderseitig zufriedenstellenden Lösungsvorschlag.
Kenntnis über nachfolgende Parameter sind
dafür notwendig:
- Welches Medium (bei Öl die
Viskosität bei Temperatur °C, bei Emulsion die Konzentration)
- Gesamt notwendige Betriebsmenge zur
Maschinenversorgung (L/min, m3/h)
ggf. auslitern pro Maschine.
- Verschmutzungsgrad (mg/L, ml/L),
durch ziehen einer repräsentativen Probe mit anschließender Analyse durch unser
Labor.
- Art der Bearbeitung (Schleifen,
Drehen, Fräsen.....)
- zu bearbeitendes Material (z.B. HM, HSS,
Edelstahl, Alu...etc..)
- Auslaufhöhe des verunreinigten
Mediums aus der Maschine (mm)
- Gewünschte Filterfeinheit ( für
die Produktion notwendige (ausreichende) Filterfeinheit)
- Produktionszeiten und Spitzen (z.B.
1 Schicht = 80%, 2 Schicht 10%, 3. Schicht 10%)
- Einzel - oder Zentralversorgung von
Maschinen
- Der zur Verfügung stehende
Aufstellraum (L x B x H),
- Ist die Einbringung der
zusammengebauten Anlage problematisch ? (Keller, Türöffnungen)
- Wird Vlies - oder
Endlosbandausführung gewünscht (Vorschlag unsererseits nach
Probenuntersuchung)
- Wird ein Klemm.- o. Schaltkasten
gewünscht ( Klemmenkasten = Integration in vorhandene Maschinensteuerung,
Schaltkasten = Filter wird autark gesteuert, Maschinensignale möglich.
Hinweis: „Je
detaillierter Ihre Angaben sind, umso genauer können wir Ihren Filter
planen.“
Gerne sind wir Ihnen bei der Ermittlung der
Parameter auch vor Ort behilflich.
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